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Rofa Wochenende

Kulturschock Berlin

Unsere Redakteurin Bambi wagte eine faszinierende Reise, ganz allein, ohne Begleitschutz und selbst ihren Teddy ließ sie zu Hause im Bett liegen:


"Kulturschock Berlin"

Die Reise startete in Dresden, am Hauptbahnhof, dort wo der Flixbus bereits gewartet hat. Die Fahrt an sich war recht angenehm. Ok, sie war eher unbequem. Der Mann hinter mir hat offensichtlich sehr viel Spaß mit dem Klapptisch an der Lehne meines Sitzes gehabt, immer wieder klappte er ihn rauf und runter und hat dabei nicht im Geringsten daran gedacht, dass ich dies alles spüre, sehr unhöflich. Jedoch wollte ich meine schlechte Laune in diesem Sinne nicht an ihm auslassen, denn dafür war ich zu euphorisch!
Nachdem die fast dreistündige Fahrt im Bus beendet war, wurde ich bereits von meinem Gastgeber Andy erwartet.
Die erste Station war natürlich die Toilette am Bahnhof, denn die im Bus kann man ja niemandem zumuten!

Nachdem dies auch erledigt war, knurrte der Magen, also auf zum Alexa (ein gigantisch großes Einkaufszentrum am Alexanderplatz in Berlin). Zu meinem großen Erstaunen musste ich feststellen, dass die Uhren hier offensichtlich anders ticken, denn alle Geschäfte waren bereits geschlossen! Ich musste so lachen, denn in Dresden wären sie zum Freitagabend gegen 21 Uhr unter Garantie noch offen gewesen! Das weiß ich daher, das bei uns die Altmarktgalerie bis 23 Uhr geöffnet hat und selbst in Gera (meine Heimatstadt haben die Geschäfte im großen Einkaufszentrum mindestens bis 22 Uhr offen), aber ok, wie dem auch sei.

Der Hunger hielt natürlich an und selbst der gute Andy hatte welchen, also wieder zurück gelaufen zum Bahnhof, wo ich ihn auf eine fast leckere Currywurst mit Brötchen einladen durfte. Das hat sogar vollkommen gereicht, denn die Portion war schon ganz schön groß.

Nachdem dies alles erledigt war, fuhren wir zu Andy nach Hause und nach einiger Reisezeit sind wir dort auch heil angekommen. Doch da war sie, seine Katze!

Sowas hat man noch nicht erlebt. Ich sitze so ganz gemütlich auf dem Sofa und was macht diese kleine Mietz? Sie starrt mich an! Ungelogen, das Tier sitzt direkt vor mir, knapp 10 Minuten lang, ohne zu zwinkern, ohne den Kopf zu bewegen. Das einzige was sich bewegte war ihr Bauch, sie schien immer schneller zu atmen, aber sie starrte mich die ganze Zeit nur an! Ich dachte jeden Moment ich müsse in Deckung gehen weil sie mich gleich anspringt.

Der Versuch sie zu ignorieren scheiterte natürlich, denn was will man auch machen wenn man angestarrt wird und bewegen wollte ich mich nicht, ich war zu faul.

Letzten Endes beließen wir es dabei, denn er beruhigte mich mit dem Spruch dass die Katze allgemein keine Frauen mag, aber so einen Psychoblick, er hat sich direkt in meinen Kopf gebrannt.

Jedenfalls ließen wir den Abend mit Filmen ausklingen. Amüsant fand ich vor allem die „Neuverfilmung“ von Gänsehaut, aber Spoilern möchte ich hier natürlich nicht.

Am nächsten Tag, also Samstag in diesem Sinne, startete der Tag recht spät, zumindest für mich. Andy hatte bereits irgendetwas gemacht und war so produktiv um das Gemüse und alle zurecht zu schneiden, während ich noch geschlafen habe. Ich wachte so gegen 13 Uhr auf und das schönste war: ab in die Küche und den Knopf der Kaffeemaschine betätigen, genial diese Gastfreundschaft.

Nach einer Zigarette auf dem Balkon und der Kontrolle des Wetters (es war sehr sonnig und wundervoll angenehm), machte ich mich fertig, denn Dave wollte vorbeikommen um Andy und mich abzuholen, damit wir Laura abholen.

Jedoch, wie das nun einmal so ist, Rofa schläft nicht und was hat er gemacht? Richtig, er hat an der Facebook Seite gearbeitet und darüber natürlich vollkommen die Zeit vergessen, diese fleißige Biene.

Aber Laura ist ja zum Glück kein Kind von Traurigkeit, denn sie lief einfach bisschen herum und wir sammelten sie (eine halbe Stunde nach ihrer Ankunft) an der Polizeistation ein. Nein, nein, keine Sorge, es ist nichts passiert. Sie stand einfach dort herum damit sie nicht geklaut wird. Nach dem ganzen drücken und begrüßen und lieb haben, ging es dann zu viert zum Bowling. Dort wurden wir bereits sehnsüchtig von Chrisi und seine Freundin Jenny erwartet. Heiliger Bimbam, die Verspätung hatte bisschen auf seine Laune geschlagen, aber das ist nur zu verständlich, denn der Servicemensch am Tresen wollte die reservierte Bahn nicht rausrücken, weil wir noch nicht da waren.

Unhöflich so etwas, denn mal ehrlich, reserviert ist reserviert und die beiden hätten sich ja schon mal einspielen können, denn wie man gleich nach der ersten Runde gesehen hatte, fast jeder hatte null Punkte. Also musste etwas zu trinken her. Für die Männer alkoholfrei (denn jemand muss ja den Überblick haben) und für die Frauen natürlich erst einmal ein Cocktail. Das war der pure Genuss und schon fielen die Pins fast wie von selbst. Strike und Spare erklang, leider auch die ein oder andere verschenkte Kugel, aber was soll‘s. Gewinner der Runde war ich (worüber ich mich sehr gefreut hatte). Aber die zweite, angebrochene Runde habe ich glaube verloren, das weiß ich erstaunlicher Weise gar nicht mehr so genau.

Nach dem Bowling ging es ab ins Kino. Auf dem Weg dahin durfte ich bei Chrisi und Jenny im Auto mitfahren, das war ein Spaß. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich entschuldigen, wenn wir Chrisi vom Fahren abgelenkt haben, aber Frauen schnattern nun mal gerne. Nachdem ich dann auch am Verdampfer von Chrisi gezogen habe (knapp 60 Watt eingestellt) und ich fast krepiert wäre, sind wir beim Kino angekommen. Es war leer. Also ich weiß nicht was an Berlin so toll ist, die Öffnungszeiten sind es schon mal nicht.

Wie dem auch sei, wir holten Popcorn und setzen uns in einen Kinosaal wo drei Leute drin saßen. Sehr faszinierend, vor allem wenn man bedenkt das es ein Samstagabend war.

Der Film „Lara Croft- Tomb Raider“, nun ja, er war nicht schlecht. Ins Kino muss man deswegen meiner Meinung nach nicht unbedingt, aber an und für sich war es schon eine Erfahrung wert. Mir taten nur die drei fremden Menschen ein bisschen leid, weil wie Frauen nun einmal so sind, sie müssen schnattern.

Das Popcorn wurde fast ununterbrochen gefuttert (hauptsächlich von mir) und ich muss gestehen, ich habe vergessen was aus meiner Cola geworden ist.

Im Anschluss an das Kino kam leider die Verabschiedung von Chrisi und Jenny, was verständlich ist, denn Chrisi war tagsüber eine fleißige Biene.

Dave, Laura, Andy und ich kehrten bei McDonalds ein, wo alle etwas aßen, nur ich trank einen Latte Macchiato. Der Tag ging leider viel zu schnell rum, aber ich erinnere mich gerne daran.

Von Dave wieder bei Andy abgesetzt, hieß es auch hier Abschied nehmen. Aber für eine Gute-Nacht-Zigarette war natürlich noch Zeit und so wurde aus einer Zigarettenlänge mindestens 15 Minuten.

Gedrückt, geknuddelt und sich verabschiedet kehrten Laura und ich bei Andy zu Hause ein. Der Glückspilz, erst eine Frau und einen Tag später zwei Frauen zu Hause zu Besuch. Die Nachbarn müssen ja was von ihm denken.

Da Laura fast bereits auf dem Sofa eingeschlafen wäre, wurde auch dieser Tag beendet und alle legten sich schlafen.

Der Sonntag war leider kein so schönes Abenteuer. Denn letzten Endes hieß es nach Hause fahren und nachdem Andy uns zum Alexanderplatz begleitet hat, mussten Laura und ich natürlich erst einmal diesen spektakulären Donut Shop aufsuchen. Andy lud uns zu einer 6-er Packung Donuts ein und wir suchten uns die leckersten heraus, welche wir später essen wollten.

Nachdem wir jedoch erst einmal den neuen Abfahrtspunkt von Flixbus finden mussten, denn irgendein Marathon oder irgendetwas wo viele Menschen mitlaufen hatte am Vormittag stattgefunden und deswegen war noch alles abgeriegelt. Also laufen…

Gesucht und gefunden sage ich nur, denn der Bus stand bereits vor Ort und nun mussten wir uns auch von Laura verabschieden. Geknuddelt und lieb gehabt, stieg sie in den Bus und wart seither nicht mehr in Berlin gesehen.

Da standen wir nun wieder, Andy und ich alleine. Als Abschiedsgeschenk gab es eine Schokomilch für mich, mega lecker und nachdem ich mich nun auch von Andy verabschiedet hatte, stieg ich in den Bus und ließ mir die Schokomilch schmecken.

Das Wochenende in Berlin war aufregend und echt mega schön. Es war so aufregend, dass ich im Bus auf der Heimfahrt eingeschlafen bin und ich weiß bis heute nicht, ob ich geschnarcht habe…


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